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Sehenswertes


Hünengrab bei Mürow
Ein imposantes Zeugnis der frühen reginalen Siedlungsgeschichte ist das Hünengrab zwischen Mürow und Frauenhagen, das etwa 2600 v. u. Z. als Großsteingrab errichtet wurde. Dieses Bodendenkmal ist das älteste Denkmal in diesem ländlichen Raum der Uckermark.
Ein Hohlweg führt rechtsseits der Landstraße nach Frauenhagen etwa 20 m aufwärts zum uckermärkischen Riesensteingrab, das unsere Urahnen hier errichteten.
Noch heute erzählen die " Alten " folgende Sage:


Die Hünen bewohnten früher das Land. Aus dieser Zeit stammt auch das Hünengrab. Es waren einmal zwei Hünenkinder, die spielten, wie das unsere Kinder auch tun, miteinander. Da sie aber so groß waren, hatte das eine seine Steine bei Welsow, das andere hier bei Mürow aufgestellt. Und so warf dann ein jedes nach den Steinen des anderen. Als sie aber dann des Spiels überdrüssig waren, ließen sie die Steine gerade liegen, wie sie gerade lagen, und das sind nun die auf dem Berge zwischen Mürow und Frauenhagen. So erzählt die uralte Sage vom Hünengrab bei Mürow.


Dorfkirche
Die Kirche von Mürow ist ein gut erhaltener Feldsteinbau des 13 Jh., aus kurzem Schiff, eingezogenem rechteckigen Chor und Westturm von der Breite des Schiffes. Am Ostende des Chors deuten Spuren im Mauerwerk auf einen früheren Sakristeianbau. Fast alle Fenster, leicht zugespitzt, sind original erhalten, ebenso das dreifach gestufte Westportal. Das Kircheninnere durchzieht eine breite Spitzbogenarkade, von der Turmhalle ins Schiff und vom Schiff zum Chor. 1822 wurde der frühere Turm bis zur Traufhöhe der Kirche abgetragen, 1897 erhielt er den gegenwärtigen Aufbau aus Backstein.
Der barocke Altaraufsatz aus Holz (1728) wurde von Johann Diestlow aus Prenzlau geschaffen. Ein schlanker architektonischer Aufbau mit reichen Akanthusorna-menten, in der Sockelzone ein Abendmahlrelief, im Hauptfeld die Kreuzigung in Hochrelief, vor der ovalen Kartusche im Giebel der Auferstandene und darüber der zum Himmel aufsteigende Christus.
Die hölzerne Kanzel von 1612 ist ein Renaissancewerk. Am polyg. Korb in hohem Relief die Evangelisten mit ihren Symbolen als Halbfiguren in Rundbogenarkaden zwischen Ecksäulchen. An der Kanzelrückwand ein Relief mit Christus und Gottvater. Die geschnitzte Taufe (1. Hälfte 17. Jh.) mit bemalten rundbogigen Füllungen am achteckigen Becken, ein Fuß aus Delphinen, zugehörig eine getriebene Messing - Taufschale. Auf dem Grund der Taufschale die Verkündung Mariä und auf dem Rand in zehnfacher Wiederholung ein von Hunden verfolgter Hirsch.
In der Kirche befindet sich ein Grabstein - ein Figurengrabstein eines jungen Mädchens aus der Familie von Arnim, gest. 1585.
Die Glocke, 66 cm im Durchmesser, mit Inschrift am Halse in gotischen Minuskeln: "ano domyny I.5.v.y.m.3.5.yare. gregorius baorghre". Zwischen domyny und der Jahreszahl 1535 im Rundschild befindet sich ein undeutlicher Kopf. Sie wurde von Gregor Borgstede aus Hamburg gegossen.
In der Friedhofsmauer aus Feldstein befindet sich ein zugemauertes Renaissance - Portal.



Gutshof
Zum historischen Gutshof gehörte das Schloss im Zentrum der Anlage umgeben von einem Park mit Teich. Links und rechts schlossen sich ein Speicher und die Stallungen an. Gegenüber dem Schloss befand sich die Brennerei.
Das Gutshaus wurde vermutlich von einem von Diringshofen in der 2. Hälfte des 17. Jh. erbaut, war aber schon im 18. Jh. im Besitz der von Arnims. Es ist ein einfacher massiver zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach, der an den Enden mit kurzen Querflügeln besetzt ist. Ein längerer Querflügel aus Fachwerk in der Mitte der Gartenseite wurde später hinzugefügt und beim Umbau 1871 verändert. Nach 1945 wurde das Gutshaus als Kindergarten und -krippe, als Büro der Gemeindevertretung und als med. Station (Gemeindeschwester) genutzt. 1991/92 erfogte die Neugestaltung der Fassade. 
Die Brennerei (erb.1844) und der Speicher am Ufer des Dorfteiches (erb.1857) beeindrucken noch heute durch die schönen
Details in der Backstein - Architektur.